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Gedenktafel erinnert an das Wirken der Fürstenwalder Freimaurerloge „Am rauhen Stein“

Es war ein bemerkenswerter Zufallsfund im Fürstenwalder Stadtmuseum bestehend aus losen, meist handschriftlichen Blättern, die von der Tochter des früheren Fürstenwalder Freimaurers Walter Loechel Anfang der 90er Jahre dem Museum überlassen wurden.
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Der Taschenkalender Walter Loechels von 1937.
Dies war nach Jahrzehnten ein erster Hinweis auf die frühere Freimaurerloge „Am rauhen Stein“ in Fürstenwalde, an die nichts mehr in der Stadt erinnerte, seit sie 1935 durch die Nazis gezwungen wurde, sich aufzulösen. Nach 1945 durften Freimaurer-Logen als „bürgerliche Geheimgesellschaften“ im Osten Deutschlands später nicht mehr ihr Arbeit aufnehmen. Die Spur der Fundstücke im Museum führte weiter zum Geheimen Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz in Berlin, in dem sich ein reicher Bestand an Logenunterlagen erhalten hatte.

Die Geschichte der Fürstenwalder Freimaurer konnte nun dem Vergessen entrissen werden, weil trotz der Gefahr einer Hausdurchsuchung einige Unterlagen über die Loge und die eigene Mitgliedschaft sowie Gegenstände aus Logen-Besitz in der Nazi-Zeit von Walter Loechel aufbewahrt wurden und das Freimaurer-Archiv wieder für Forschungen zugänglich ist.

Berührend ist dabei ein kleiner Taschen-Kalender für 1937, in dem Walter Loechel alle Geburts- und Hochzeitstage bzw. das Sterbedatum der früheren Logenbrüder nebst ihrem Datum der Aufnahme zum Freimaurer vermerkte und der dadurch zum privaten Logenverzeichnis in dunkler Zeit wurde.
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Die Erinnerungstafel der Freimaurer.

Am Standort der abgerissenen „Philharmonie“ ist nun durch die Wohnungswirtschaft eine Erinnerungstafel errichtet worden, weil die Gründer der Loge „Am rauhen Stein“ dort 40 Jahre lang das gesamte Obergeschoss für die Loge und den Tempel anmieteten.

Der Bauherr in der Karl-Marx-Straße 2-3, die Wohnungswirtschaft, hat diese Idee der Erinnerung aufgegriffen und umgesetzt. Dafür gebührt dem Unternehmen Dank.
Im Beisein von Vertretern der Großen National-Mutterloge „Zu den drei Weltkugeln“ (u.a. National-Großmeister Thomas Engel) und der Großen Landesloge der Freimaurer von Deutschland – Freimaurerorden (Kapitelmeister des Großen Ordens-Kapitels „Indissolubilis“ Klaus-J. Wilcke) wurde die Tafel am 26. Oktober 2016 feierlich enthüllt.
Die Wahl des Namens der Freimaurerloge „Am rauhen Stein“ hat übrigens eine doppelte Bedeutung. Zum einen ist es der Bezug zur symbolischen Arbeit am eigenen rauhen Stein, dem Sinnbild der Unvollkommenheit des Menschen. Zum anderen ist es aber auch eine Anspielung auf die Rauener Markgrafensteine, die im Logensiegel abgebildet sind.
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Dr. Buhl (Wowi), F. Wilke (Stadthistoriker), H.-U. Hengst (Bürgermeister), T. Engel (GNML 3 WK), Frau Wolff (Tochter W. Loechel), K.-J. Wilcke (GLL FvD), S. Sarrach (Heimatforscher zur Logengeschichte), v.l.n.r.

Was der Mensch will und immer will, das gelingt ihm endlich. (Gebhard Leberecht von Blücher, der Marschall „Vorwärts“, ein Freimaurer)

Herzlich Willkommen!

Manchmal befindet man sich auf einer Suche, ohne es zu wissen. Interessieren Sie sich für die Ideen der Freimaurerei, einem geheimnisumwitterten Bund von Männern, der sich bald 300 Jahre dem Ideal der Humanität verpflichtet fühlt?

Sie befinden sich hier auf einer Webseite, mit der das Wirken von Freimaurern in Fürstenwalde/Spree vor dem Vergessen bewahrt werden soll.

Dazu gehört auch konkret die Geschichte der St. Johannisloge „Am rauhen Stein“ im Orient Fürstenwalde/Spree. Diese Freimaurerloge bestand von März 1889 bis zur gewaltsamen Auflösung durch die Nazis im Juli 1935 als Tochterloge der Großen Landesloge der Freimaurer von Deutschland – Freimaurerorden.

Noch ruht die Arbeit dieser Freimaurerloge. Ihre Geschichte wurde durch jüngere heimatcropped-LogoLogeFW-1.pnggeschichtliche Forschungen wieder in Erinnerung gerufen.

Mögen auch in Fürstenwalde Freimaurer dereinst wieder eine Bauhütte errichten… Vielleicht mit Ihrer Hilfe?